joomla templates top joomla templates template joomla

 

Almerswind - Nach wenigen Minuten war die Spritze montiert und der Feuerwehrmann auf der Trage gut gesichert und umgurtet. Mit Knoten und Gurten kennen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Schalkau aus. Wie gut, das mussten sie kürzlich während des Stadtfeuerwehrtags zwischen Almerswind und Roth unter Beweis stellen. "Wir wollten in diesem Jahr etwas anderes machen", bemerkte Matthias Dorst, stellvertretender Stadtbrandmeister. Er hatte sich im Vorfeld des lokalen Wettstreits der Feuerwehren für einen Parcours im Gelände entschieden. Vor allem sei es ihm darum gegangen, dass nicht nur Schnelligkeit und exakte Handgriffe, sondern auch Wissen und das richtige Tun nachgefragt werde. Neu war aber auch der erste Preis - eine neue Tragkraftspritze.

Anreiz neue Technik

Bedarf dafür gebe es in allen Ortsteilwehren, bemerkte Dorst. Auf den Dörfern hantiere man nach wie vor mit Technik aus der DDR-Zeit. Und ehe man auslose, wer nun wann und besonders zuerst an die Reihe komme, da könne man auch dem diesjährigen Sieger beim Stadtfeuerwehrtag anstelle eines Pokals die neue Spritze in Aussicht stellen. Davor stand aber erst noch einmal der Parcours und eine ziemlich weite Strecke rund um Almerswind. Gleich am Anfang hatten die Maschinisten eine Reihe von Fragen zu beantworten, dann wartete auch schon die Station mit Rettungstrage und Feuerspritze. Die Emstadter hatten am Tag vorher noch geübt, aber am Ende hatten die Feuerwehrmitglieder aus Almerswind und Roth - liebevoll auch "Almersroth" genannt - die Nase vorne und können sich nun auf eine nigelnagelneue Tragkraftspritze freuen. Vorher waren aber noch einige Stationen zu bewältigen, waren Fragen zu beantworten, die richtigen Handgriffe anzuwenden oder auch Kenntnisse in erster Hilfe unter Beweis zu stellen. Kritisch im Blick waren die Schalkauer Kameraden dabei von ihren Feuerwehrkollegen aus der Gemeinde Frankenblick, die diesmal die Schiedsrichter stellten. Umgekehrt hatten die Schalkauer beim Wettstreit um den Frankenblickpokal in Rauenstein die Rolle des Unparteiischen übernommen. Anders war das Kräftemessen in Schalkau indessen doch. Sicher habe auch die klassische Staffel wie beim Kreisfeuerwehrtag seine Berechtigung, erklärte Dorst. Aber auch für die Tours rund um Almerswind spreche vieles. "Das sind Situationen, die jedem Kameraden im Einsatz begegnen können", sagte Dorst. Und da komme es manchmal auf die kleinste Kleinigkeit an. Da rügten die Kampfrichter auch schon einmal, dass der auf der Trage platzierte Verletzte nicht mit einer Decke zugedeckt war.

Gar nicht einfach

Und zuletzt sollten die Feuerwehrmitglieder Schnappschüsse von der gerade bewältigten Strecke in der richtigen Reihenfolge an die Wand heften. "Ich habe gedacht, das ist doch ganz einfach", räumte Dorst ein. Dann aber zeigte sich, dass das gar nicht so einfach war. Immerhin, auch die richtige Orientierung im ungewohnten Gelände gehört auch zur hohen Feuerwehr-Kunst. Gegen die Almerswinder und Emstadter waren ebenfalls die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Schalkau und Theuern angetreten.

Am Rande des Parcours sorgten die Mitglieder des Almerswinder Feuerwehrvereins für das leibliche Wohl von Feuerwehrmitgliedern, Kampfrichtern und Gästen. Vorbei kamen an diesem Tag auch die beiden Landtagsmitglieder Beate Meißner (CDU) und David Eckardt.

Die Kameraden aus Almerswind und Roth können sich nun über die neue Tragkraftspritze freuen. Für die Zweit- und Drittplatzierten gab es an diesem Tag auch Pokale, für den vierten Platz einen Kasten Bier. Der Stadtfeuerwehrtag bot aber auch Gelegenheit, verdiente Kameraden auszuzeichnen. So erhielten mehrere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren die Flutmedaille des Freistaates Thüringen. ts

Quelle: Freies Wort

 

  • StFwT1
  • StFwT2
  • StFwT3

 

Bilder: camera900.de