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25. Kreisfeuerwehrtag

 

Schalkau - Am Samstag präsentierten sich die Mitglieder des Schalkauer Feuerwehrvereins als hervorragender Gastgeber des 25. Kreisfeuerwehrtages. 34 Mannschaften aus 28 Landkreisfeuerwehren beteiligten sich daran, darunter Frauenmannschaften aus Goldisthal, Mengersgereuth-Hämmern, Neuhaus-Schierschnitz, Spechtsbrunn und Haselbach. Eröffnet wurde der Wettkampf der Feuerwehren durch Landrätin Christine Zitzmann im Beisein der Landtagsmitglieder Beate Meissner (CDU) und Knut Kortschewsky (Linke), der gastgebenden Bürgermeisterin Ute Hopf (CDU), die stellvertretend für ihre anwesenden Amtskollegen genannt wurde, des Kreisbrandinspektors Matthias Nüchterlein, des Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Sonneberg, Peter Wangemann, sowie Mitgliedern des Stadtrates Schalkau, des Kreistages Sonneberg und weiterer Personen von zahlreichen Institutionen. Die musikalischen Auftakte lieferten die Mitglieder der Schalkauer Schalmeienkapelle.

Unverzichtbar

Ausdrücklich dankte Landrätin Zitzmann den aktiven Feuerwehrmännern und -frauen für ihre Dienste und Einsätze in den Städten und Gemeinden. Sie zeige sich stolz, solche Mitglieder in den Reihen der Feuerwehren zu haben, die neben Familie und Beruf, sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe widmen und viele Stunden aufopferungsvoller, nicht immer ungefährlicher Arbeit, im Ehrenamt leisten. "Die Freiwilligen Feuerwehren sind unverzichtbar, weil nur durch sie die Gefahrenabwehr langfristig sichergestellt werden kann", betonte Zitzmann. Beim Kreisfeuerwehrtag stellten die Kameraden im fairen Wettstreit Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, Geschick und Teamfähigkeit unter Beweis. Mit hoher Wertschätzung sprach die Landrätin von der Arbeit der Feuerwehren: "Gerade in der heutigen Zeit, wo viele Menschen nur an sich selbst denken, gehen die Feuerwehren mit sehr gutem Beispiel voran, ihren Beitrag für das Gemeinwohl und die Gesellschaft zu erbringen und Verantwortung für andere zu übernehmen." Die Einsatzgebiete seien vielfältiger geworden und reichten von Brandbekämpfung über technische Hilfeleistungen, Maßnahmen bei Unfällen mit Gefahrstoffen bis hin zu Einsätzen bei Not- und Katastrophenfällen.

Die gastgebende Bürgermeisterin schloss sich den lobenden Worten Zitzmanns an. Hopf gratulierte der Jugendfeuerwehr Schalkau, die seit mehr 25 Jahren existiert. Die Schalkauer Nachwuchsriege ist die dienstälteste Jugendfeuerwehr im Landkreis. Sie wurde bereits 1989 gegründet und arbeitet aktiv bis heute mit etwa 20 Kindern und Jugendlichen.

Auch Kreisbrandinspektor Matthias Nüchterlein ließ es sich nicht nehmen, seine Feuerwehrleute und Gäste zu begrüßen. Er schmökerte in Zeitungsberichten vergangener Jahre und stellte fest, dass sich dieses Jahr zwar 34 Mannschaften angemeldet hätten, aber deutlich zu erkennen sei, dass die Feuerwehren nicht mehr die Schlagkraft besitzen, die sie früher einmal hatten. "In den meisten Fällen liegt das am fehlenden Personal und an der Zeit, sich auf einen Wettkampf, wie diesen, vorbereiten zu können", stellte Nüchterlein fest. Der jährliche Rückgang der Kameraden im aktiven Dienst spiegle sich somit auch in der Teilnehmerzahl für den Kreisfeuerwehrtag wieder. "Im Freien Wort vom 1. Juni 1992 konnte man beispielsweise über den ersten Kreisfeuerwehrtag in Effelder nachlesen, dass dieser in einem drei Tage andauernden Fest gefeiert wurde und 24 Mannschaften aus dem Landkreis Sonneberg antraten. Damals war der Landkreis Sonneberg halb so groß, wie er es heute ist", erinnerte der Kreisbrandinspektor. Damals habe Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) die Schirmherrschaft übernommen und in Freies Wort sei 1992 nachzulesen, dass er ebenso in Abwesenheit glänzte, wie andere Offizielle aus Erfurt. "Heute, 24 Jahre später ist das Interesse der ,Offiziellen' aus Erfurt am ländlichen Raum offensichtlich dasselbe, wie es leider damals schon war", kritisierte Nüchterlein. Ausdrücklich aus von dieser Kritik nahm er die beiden anwesenden Landtagsabgeordneten Meißner und Kortschewsky, die auch diesmal wieder vor Ort seien und sich stets um die Belange ihrer Wahlkreise kümmern und engagieren. Vorausschauend machte er jedoch deutlich, dass es in absehbarer Zeit vielleicht keinen Kreisfeuerwehrtag mehr geben könnte, "wenn die uns aufgezwungene Gebietsreform zum Greifen kommt". Denn dann würden solche gewachsenen Formen der Tradition und der gemeinsamen Aktivitäten aufgebrochen und zerschlagen. Es lohne sich, so der Kreisbrandinspektor, für den Erhalt der Gebietsstruktur zu kämpfen, egal ob auf Gemeinde- oder Kreisebene, denn auch in der Feuerwehr spiegle sich ein Stück weit regionale Identität wieder.

Landrätin geehrt

Ausdrücklich gedankt wissen wollte Nüchterlein aber auch Landrätin Zitzmann. Seit 2006 politisches Oberhaupt des Landkreises, trage sie damit auch Verantwortung für die nicht polizeiliche Gefahrenabwehr und damit auch für den Brand- und Katastrophenschutz sowie dem Rettungsdienst. Zitzmann setze sich seit Jahren für die Belange des Brandschutzes in hohem Maße ein. "Natürlich haben hierzu auch schwierige Entscheidungen, die nicht immer auf Gegenliebe gestoßen sind, gehört, die aber letztendlich immer zu einer Verbesserung führten und nachhaltig sind. So ist es auch ihr Verdienst, das der Landkreis Feuerwehr- und Sanitätsfahrzeuge beschaffen konnte und sie den Stützpunktfeuerwehren zur Verfügung stellte", so Nüchterlein.

Auf Landrätin Zitzmann könne man sich immer verlassen und durch ihre frühere Tätigkeit als Krankenschwester könne sie sich, im Gegensatz zu manchen Außenstehenden, sehr gut in viele spezifische Dinge hineinversetzen. Um Zitzmanns Engagement besonders zu würdigen, berief Peter Wangemann in seiner Funktion als 1. Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes, Landrätin Christine Zitzmann zum Ehrenmitglied des Kreisverbandes.

Zuerst traten die vier Frauenmannschaften in den fairen Wettkampf ein. Sie zeigten unter den gegebenen guten äußeren Bedingungen, wie ein Löschangriff stattfinden muss. Auch wenn hier und da kleine Fehler unterliefen, die letztlich entscheidend für die Platzierung waren, gingen die Goldisthaler Damen als Siegerinnen hervor.

Kritisch angemerkt wurde sowohl im Frauen- als auch im Männerlager, das an den roten Lampen an den Zielgeräten nicht gut zu erkennen war, ob sie leuchteten oder nicht. Vielleicht, so der Vorschlag eines Feuerwehrmannes, sollte LED-Technik zusätzlich an die Zielgeräte montiert werden, damit man sofort das Signal erkennt.

Die Männermannschaften kämpften ebenfalls sehr fair. Hier galt natürlich auch, dass die Teamarbeit entscheidend neben Schnelligkeit und der funktionierenden Technik war. Letztendlich hatten die Oberlinder Teams die Nase vorn, obwohl sie im Vorfeld tief stapelten, und landeten gleich zweimal auf dem Treppchen. Die Gefeller Truppe, die in den letzten Jahren ebenfalls sehr erfolgreich war, verpasste Platz Eins und wurden mit einem hauchdünnen Rückstand Zweiter. Bei den Gefellern zeigt sich, dass die Mannschaft seit Jahren in der gleichen Besetzung antritt und routiniert alle Handgriffe verrichtet.

Der Kreisfeuerwehrtag ist Teamwork. Das gilt nicht nur auf den Wettkampfstrecken, sondern auch dem Platz daneben und dahinter. Dort haben sich zahlreiche Helfer aus der Reihe der Ehrenamtlichen und dem Deutschen Roten Kreuz engagiert.

Vorbereitet haben den Leistungsausscheid die Mitglieder des Feuerwehrvereins Schalkau. An Verpflegung mangelte es nicht und der Eiswagen war auch vor Ort. Unterstützt wurde der Feuerwehrverein von dem Team des Sportvereins Blau-Weiss. Bei der Siegerehrung, die dann bei strömenden Regen stattfand, hatten die Oberlinder natürlich ihre Fahne dabei und die Goldisthaler Damen bekamen eine zusätzliche Kübelspritzendusche durch ihre Feuerwehrmänner.

Quelle: www.insuedthueringen.de